Ausgangsstoffe: • Wässrige Lösungen • Emulsionen • Suspensionen • Wachse • Schmelzbare Rohstoffe (in Form von Schmelzen, Schmelzemulsionen und Schmelzsuspensionen)

Viele Rohstoffe müssen vor dem Verfahren in eine flüssige, zerstäubbare Form überführt werden.

In unseren Anlagen können wir feste oder flüssige Ausgangsstoffe vor der Versprühung auch mischen, dispergieren, emulgieren, heizen, kühlen und gegebenenfalls neutralisieren oder einfache chemische Umsetzungsreaktionen durchführen.

Verfahren

Die Flüssigkeit wird durch Zweistoffdüsen zu feinsten Tröpfchen zerstäubt (20–50 µm Durchmesser). Die Tröpfchen treten in den Luftstrom der Wirbelschichtanlage ein und trocknen durch den direkten und intensiven Wärmeaustausch augenblicklich. So entstehen zunächst Kleinstpartikel – die sogenannten Keime. Diese werden im Wirbelbett in der Schwebe gehalten (Fluidisierung) und bilden eine Oberfläche, auf der weitere kontinuierlich verdüste Tröpfchen anhaften und trocknen.

Die Wirbelschicht-Sprühgranulation verbindet also die Trocknung mit einem präzise definierbaren, diskreten Partikelwachstum. Das Ergebnis sind staubfreie Granulate. Diese können durch einen klassierenden Austrag flexibel, kontinuierlich und ohne Unterbrechung des Trocknungsvorgangs aus dem Reaktor entfernt werden. Partikelgrößen zwischen 200 und 5.000 µm lassen sich frei einstellen.

  1. Wirbelschicht
  2. Sprühlösung
  3. Granulataustrag
  4. Zuluft
  5. Abluft
  6. Sichterluft
  7. Sichteraustrag

Zwiebelschalen- und Brombeer-Strukturen

Die Sprühgranulation bietet entscheidende Vorteile: Ausgangsstoffe, Trocknung und Prozess lassen sich so konfigurieren, dass die Partikel spezielle Morphologien mit verschiedenen Eigenschaften und Merkmalen ausbilden – Zwiebelschalen- oder Brombeer-Strukturen.

Vorteile

  • Leicht dosierbare, staubfreie Granulate
  • Verbesserte Auflösung und Redispergierung der Granulate in Wasser
  • Granulate geeignet zur Tablettierung (Direct Compression)
  • Definierte Partikelgrößenverteilung
  • Dichte Oberflächenstruktur
  • Geringer Abrieb
  • Geringe Hygroskopizität