Ausgangsstoffe: • Öle • feinste Pulver

Verfahren

Die Matrix-Verkapselung ist das ideale Verfahren, um Flüssigkeiten oder feinste Pulver in frei fließende Granulate oder Pulver zu verwandeln. Öle werden dazu vorab in einer wässrigen Lösung emulgiert. Pulver werden suspendiert oder in einer Schmelze des verkapselnden Mediums dispergiert.

Im nächsten Schritt folgt

  • im Falle einer wässrigen Emulsion/Suspension die Trocknung der externen wässrigen Phase mit dem gelösten Matrixmaterial
  • im Fall einer Schmelzemulsion/-suspension die Erstarrung

Das Ergebnis sind Pulver und Granulate mit flexibel einstellbaren Partikelgrößen zwischen 20 und 5.000 µm.

Die in den Granulaten eingeschlossenen lipophilen Flüssigkeitströpfchen haben in der Regel einen durchschnittlichen Durchmesser von 1 µm. Die Flüssigkeitsbeladung kann bis zu 50 % betragen.

Die Matrix-Verkapselung schützt eingeschlossene Flüssigkeitströpfchen (z.B. Omega-3-Fischöle) effizient vor Oxidation. Wo eine Inkompatibilität innerhalb der Formulierung stören würde (etwa bei Bleich-, Reduktions- und Oxidationsmitteln), verhindert sie den direkten Kontakt mit anderen Komponenten. Und sie erlaubt die kontrollierte Freisetzung flüssiger oder fester Wirkstoffe (Silikonentschäumer, Aromen, Duftstoffe u.a.) beim Auflösen einer komplexen Pulverformulierung über Controlled-Release- oder Slow-Release-Mechanismen.

Vorteile

  • Freifließende Granulate mit bis zu 50 % Flüssigkeitsbeladung
  • Schonende Behandlung sensitiver Komponenten
  • Schutz der Partikel gegen externe Einflüsse
  • Schutz der Partikel gegen interne Inkompatibilitäten
  • Spezifische Controlled-Release- und Slow-Release-Mechanismen
  • Verbesserte Lagerstabilität
  • Partikel geeignet zur Tablettierung (Direct Compression)