Ausgangsstoffe: • Grobe Pulver • Granulate • Schüttgüter

Verfahren

Coating meint das Beschichten von Partikeln mit einem funktionalen Filmbildner. Die Ausgangsstoffe werden dazu in die Anlage gegeben, im Luftstrom gewirbelt und mit filmbildenden Flüssigkeiten besprüht. Zur Wahl stehen dabei wasserlösliche und hydrophobe Coating-Materialien:

  • Wässrige Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen
  • Schmelzen
  • Schmelzemulsionen oder Schmelzsuspensionen

Mit dem Verfahren lässt sich die Oberflächenstruktur der Ausgangsstoffe gezielt gestalten. Makroskopische Partikel ab 150–200 µm (bis zu 5 mm) Teilchengröße können einzeln schonend umhüllt werden.

Schutz

Sensitive Rohstoffe sind damit effizient geschützt – einerseits vor externen Einflüssen wie Feuchtigkeit und Luftoxidation, andererseits vor internen Einflüssen durch andere Komponenten derselben Formulierung. Auch die Umgebung lässt sich so vor aggressiven Komponenten schützen.

Kontrollierte Freisetzung

Mithilfe von Coating kann man steuern, wo, wann oder über welchen Zeitraum die Partikel freigesetzt werden. So können sie ihre Wirkung voll und optimal entfalten. Je nach gewähltem Coating-Material wird ein bestimmter Mechanismus in Gang gesetzt – mit jeweils gewünschtem Effekt:

Controlled Release
Das Coating-Material wird an einem bestimmten Ort oder Zeitpunkt durch eine chemische Reaktion durchlässig oder gar zur Auflösung gebracht, etwa durch Änderungen von Temperatur oder pH-Wert oder durch Zugabe spezifischer Triggerelemente (z.B. Enzyme).

Slow Release
Das Coating-Material stellt sicher, dass die Wirkstoffe kontinuierlich freigesetzt werden. Dies geschieht mittels semipermeabler Diffusion durch wasserunlösliche Umhüllungssysteme.

Vorteile

  • Homogene Verteilung des Coating-Materials
  • Schutz der Partikel gegen externe Einflüsse
  • Schutz der Partikel gegen interne Inkompatibilitäten
  • Schutz der Umgebung vor den Partikeln
  • Spezifische Controlled-Release-Mechanismen
  • Kontrollierte semipermeable Diffusion (Slow Release)
  • Verbesserte Lagerstabilität
  • Partikel geeignet zur Tablettierung (Direct Compression)
  • Freie Gestaltung Ihres Produkts (Hygroskopizität, Löslichkeit, Rieselfähigkeit, Oberflächenstruktur, Geruch, Optik u.v.m.)